Das mit der 'politischen Wende' Anfang der 1990er Jahre nicht nur die DDR auf der Abfalldeponie der Geschichte gelandet ist, ist wohl kaum eine wirklich neue Erkenntnis. Nicht umsonst spricht man von einer 'Bonner Republik', im Gegensatz zur 'Berliner Republik'.
Ein maßgeblicher Verlust an Identität ist nicht nur im Osten der 'Berliner Republik' spürbar. Auch der, von mir mit Sorge beobachtete, Verlust an Lebensqualität, geht damit Hand in Hand. Damit meine ich nicht in erster Linie Materielles und der Umstand dieses gesondert erwähnen meinen zu müssen, zeigt das Dilemma auf.
Es geht vor allen Dingen um, im alltäglichen Leben spürbare, nicht einmal ausschließlich erfahrbare, Dinge. So mancher Akteur auf der politischen Bühne scheint den Zugang zu diesen Dingen schon lange verloren zu haben. Leider auch so Mancher der Verantwortlichen.
Auch die Veränderungen des paneuropäischen Gedankens, im Zuge der 'politischen Wende', zeigen einen Trend zur Alltagsenthobenheit und erhabener Ignoranz über die Lebensrealitäten.
Der Präsident der Franzosen, welcher der europäisch erfolgversprechendste Politker ist, übt sich in der Tradition der Minne, während einer opportunistischen Politikerin, die sich schon in der SED-Diktatur ins rechte Licht zu rücken wußte, der 'Karlspreis' verliehen wird. Das Volk steht draußen und der Alltag, sprich die Lebenrealität, verstummt. Ähnlich surreal nahm man wohl A.D. 1989 den 40. Jahrestag der DDR bzw. entsprechende 'Feierstunde' wahr...
http://national-zeitung.de/Artikel_08/NZ20_1.html
Donnerstag, 8. Mai 2008
Surreales Zelebrieren und 'Politische Wende'
Eingestellt von
Encolpius
um
16:03
Labels: Gesellschaft
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