Montag, 29. September 2008

Die bündische Tradition und deutsche Pfadfinderei

Der wohl elementarste Unterchied zwischen der bündischen Jugend und der Pfadfinderei, ist wohl der Enstehungsgeschichte beider geschuldet. Die Pfadfinderei ist wesentlich eher in einer festgefügten Ordnung, aus Pfadfindergesetz, -versprechen und Organisation, angesiedelt. Daher ist in der Pfadfinderei der Erziehungsgedanke vordergründiger, wohingegen in der bündischen Jugend der Erlebnisgedanke im Vordergrund steht. Der Unterschied der deutschen Pfadfinderei zur internationalen ist vor allem auch durch diesen Unterschied geprägt.


Der Grundstein der bündischen Jugend lag in der Entstehung des "Wandervogels" um die Jahrhundertwende. Dies war eine romantische Bewegung bürgerlicher Jugendlicher, die dem autoritären Druck der Gesellschaft, das Erlebnis der Natur vorzogen, um dort zu sich selbst zu finden und nach ihren eigenen Überzeugungen zu leben. Außerdem war es eine Suche nach Abenteuer, das heißt nach unmittelbaren Erfahrungen, im Gegensatz zum verschulten und durchorganisierten Alltag. Der Versuch den eigenen Überzeugungen gerecht zu werden wird vor allem in der "Meißner-Formel" von 1913 formuliert:

"Die Freideutsche Jugend will nach eigener Bestimmung, vor eigener Verantwortung, in innerer Wahrhaftigkeit ihr Leben gestalten. Für diese innere Freiheit tritt sie unter allen Umständen geschlossen ein."


Man war weniger bereit sich einer Struktur unterzuordnen. Diese Bewegung war im Anfang recht spontan in der Organisation ihrer Fahrten, also Wanderungen ins Grüne. Die Horte, also die Gruppe, die gemeinsam auf Fahrt ging, war sich oft selbst genug. Der Widerspruch, auch Konflikt, Homogenität vs. Organisation, lebt sicher bis heute in vielen Bünden fort. So entstanden dann die verschiedenen Wandervogelbünde. Diese Tendenz zu immer neuen Spaltungen ("bündischer Spaltpilz") findet man bis heute. Gleichzeitig entstand unabhängig vom Wandervogel, dafür um so näher am Staat, auch in Deutschland die Pfadfinderei. Sie entwickelte sich sehr nah am britischen Vorbild. Der erste Weltkrieg führte zu einer Entfremdung zwischen Pfadfinderei und Staat und dadurch zu einem Zusammenrücken der Pfadfinder und Wandervögel. Gegenseitige Einflüsse wurden sichtbar. Die Wandervögel übernahmen das Halstuch der Pfadfinder und die Fahnen. Die Pfadfinder übernahmen die jugendlich bestimmte Führungsstruktur von den Wandervögeln und auch eine Menge Romantik. Charismatische Führungspersönlichkeiten wurden wichtiger. Die Formen und Angebote waren so attraktiv, daß viele deutsche Jugendverbände sie ganz oder teilweise übernahmen. So entstanden neben den Pfadfinder- und Wandervogelbünden viele neue Bünde.

Aus einem Zusammenschluss von Pfadfinder- und Wandervogelbünden entstand die "Deutsche Freischar", von dieser spaltete sich 1929 die "DeutscheJungenschaft vom 1.11.1929", "dj 1.11.", ab. Ihr äußerst charismatischer Führer Eberhard Koebel, besser bekannt unter den Namen "Tusk", führte einige Elemente ein, die den Begriff "bündisch" mitdefinierten. Er lebte ein Gefühl von Abenteuer und authentischem Leben durch Soldatenromantik und die Romantik ferner und fremder Länder vor. Er schrieb und redete über todesverachtende Samurai, Kosaken etc. Den anderen Bünden warf er Kompromiß und Bürgerlichkeit vor. Er führte die Kohte, die Jurte und die Jungeschaftsjacke, die "Juja", in die Jugendbewegung ein. Auch das Liedgut der Bünde ist von ihm geprägt, durch viele Kosakenlieder, Seefahrerlieder und andere wilde Lieder, die auf "Tusk" zurückzuführen sind.

Durch die Ablehnung der bürgerlichen Konventionen und des Estabishments bleibt eine gewisse Neigung zum politischen Radikalismus nicht aus. Doch muss man daneben erwähnen, daß charismatische Jugendführer der Nationalsozialisten es durchaus verstanden, die Jugend für sich zu gewinnen, was nicht zuletzt Ausdruck darin fand, daß man der Jugendbewegung staatstragenden Charakter verlieh und der bündische Grundsatz der Selbstführung der Jugend vom Reichsjugendführer Baldur von Schirach in die Hitlerjugend integriert wurde:

"Jugend muss durch Jugend geführt werden." (Baldur von Schirach)

Aber auf diesem Nährboden gedieh auch der Widerstand, wie am Beispiel des Hans Scholl ("dj 1.11.") zu erkennen ist. Denn letztlich ist der staatstragende Charakter auch nur Mitwirkung an gesellschaftlicher Unterdrückung. Und wer soll der Jugend einen Vorwurf machen, hat doch das gesamte Volk, inklusive der Eliten und späteren Verfolgten, diese Entwicklungen mitgetragen. Daraus jetzt abzuleiten, der Führungsgrundsatz wäre falsch und bevormundende Führung besser ist genauso falsch, wie die Entwicklungen, die dadurch begründet werden können.


Heute haben wir ein Spektrum von rein bündischen Verbänden, bis zu den Pfadfindern, wo Spannungen zwischen bündischen Traditionen und denen der Pfadfinderei nicht ausbleiben. Da das in der Meißner Formel ausgedrückte Ideal individueller Freiheit, Wahrhaftigkeit und Verantwortung, mir wichtiger ist, als das Einfügen in eine Organisation, um mit Breitenwirkung einen gesellschaftlichen Erziehungsauftrag wahrzunehmen, stehe ich zur bündsichen Tradition und zur Selbstführung der Jugend. Denn warum einen Kompromiß eingehen, wenn man auch ohne zum Ziel kommt? Ich habe sehr junge Jugendführer gesehen, die so manchen Offizier und Manager in Sachen Führungsqualitäten in die Tasche stecken und Jungen, die durch ihren Erlebnishorizont, über mehr soziale Kompetenz und Lebenserfahrung verfügen, als mancher Erwachsene.

Es lebe die innere Freiheit!



Freitag, 23. Mai 2008

Politik und Masse

Politik wirkt auf die Masse und es ist nicht wirklich ratsam, die Masse gegen die Politik aufzubringen. Ohne den verehrten Churchill jetzt abschwächen zu wollen, sage ich, daß Demokratie zwar schwierig ist, aber tatsächlich, TATSÄCHLICH, funktioniert. Wenn eine signifikante Mehrheit meine Politik ablehnt, dann habe ich (handwerkliche) Fehler begangen dabei, zu transportieren, was ich erreichen will.
Ich kann nunmal nicht erwarten, daß ich allein mit der Axt, Ruckizucki, ein filigranes Kunstwerk erschaffen kann. (Verdammte Sauzucht nochmal!) Um etwas Filigranes zu schaffen, braucht es Zeit. QUALITÄT ist das Stichwort! QUALITÄT! Wie oft eigentlich noch?
Bisher hat der Pöbel noch JEDE Idee weggebügelt, die er nicht verstanden hat. Ganz gleich ob sie noch so gut war! Würde es endlich einmal einer der 'höheren Herren' berücksichtigen!? Danke!

Donnerstag, 8. Mai 2008

Surreales Zelebrieren und 'Politische Wende'

Das mit der 'politischen Wende' Anfang der 1990er Jahre nicht nur die DDR auf der Abfalldeponie der Geschichte gelandet ist, ist wohl kaum eine wirklich neue Erkenntnis. Nicht umsonst spricht man von einer 'Bonner Republik', im Gegensatz zur 'Berliner Republik'.
Ein maßgeblicher Verlust an Identität ist nicht nur im Osten der 'Berliner Republik' spürbar. Auch der, von mir mit Sorge beobachtete, Verlust an Lebensqualität, geht damit Hand in Hand. Damit meine ich nicht in erster Linie Materielles und der Umstand dieses gesondert erwähnen meinen zu müssen, zeigt das Dilemma auf.
Es geht vor allen Dingen um, im alltäglichen Leben spürbare, nicht einmal ausschließlich erfahrbare, Dinge. So mancher Akteur auf der politischen Bühne scheint den Zugang zu diesen Dingen schon lange verloren zu haben. Leider auch so Mancher der Verantwortlichen.
Auch die Veränderungen des paneuropäischen Gedankens, im Zuge der 'politischen Wende', zeigen einen Trend zur Alltagsenthobenheit und erhabener Ignoranz über die Lebensrealitäten.
Der Präsident der Franzosen, welcher der europäisch erfolgversprechendste Politker ist, übt sich in der Tradition der Minne, während einer opportunistischen Politikerin, die sich schon in der SED-Diktatur ins rechte Licht zu rücken wußte, der 'Karlspreis' verliehen wird. Das Volk steht draußen und der Alltag, sprich die Lebenrealität, verstummt. Ähnlich surreal nahm man wohl A.D. 1989 den 40. Jahrestag der DDR bzw. entsprechende 'Feierstunde' wahr...

http://national-zeitung.de/Artikel_08/NZ20_1.html

Montag, 31. März 2008

Mindestlohn und Vollbeschäftigung in Neusprech

Die neueste Debatte der Glos'schen 'Vollbeschäftigung' hat den Beigeschmack einer Drohgebärde, wenn im Zusammenhang dazu die 'Mindestlohndebatte' erwähnt wird. Daß sich das Arbeitgeberhetzblatt 'Bild' entblödet diese Debatte in der 'BAMS' anzuregen, darf dabei nicht wundern, sondern sollte vielmehr aufhorchen lassen. Denn nach Arbeitgeberlogik ist es keineswegs so, daß eine wie auch immer geartete 'Vollbeschäftigung' auch dazu dienlich ist, daß der gemeine 'Arbeitnehmer' von seinem 'Broterwerb' tatsächlich auch leben kann. Allein die 'Zumutbarkeit', die ja durch die Gesetze, im Zusammenhang mit der 'Agenda 2010', einhergehen, stark (um es freundlich auszudrücken) 'strapaziert' worden ist, ist Maßstab. Der feist sarkastische Kommentar eines CDU Ministerpräsidenten in Sachsen, daß es ja einen Mindestlohn gäbe, dessen Name sei 'Hartz 4', läßt Einiges erahnen am Kurs der Politik.

Samstag, 22. März 2008

Chrisliche Werte und das Abendland

Man mus kein Theologe sein, um zu erkennen, daß das Christentum ein kultisch-philosophisches Sammelsurium aus alten klassisch-antiken Kulten und ebenso klassisch-antiken Philosophien ist. Auch muss man kein Spezialgebiet der Kultur- oder Gesellschaftswissenschaften beherrschen, um zu erkennen, daß das Christentum vom Anbeginn an eine politische Kraft gewesen ist. Man mag jetzt in Spekulationen verfallen, ob es der Grund war, ein Konglomerat aus verschiedenen Kulten zu schaffen, um die verschiedenen Kulturen zu einen und dem kulturellen Pluralismus, aus politischem Opportunismus heraus, ein starkes Gegengewicht zu bieten. Wobei man allerdings nicht spekulieren muss, ist die Tatsache, daß die sogenannte abendländische Kultur eine starke christliche Prägung aufweist.
Doch es ist gerde die abendländische Kultur, die immer ihre Höhepunkte dann erreichte, wenn sie das Korsett der religiösen Moral hinterfragt hat. Denn in diesem Fall sind es nicht die religiösen Werte des Christentums, die unsere abendländische Kultur prägen, sondern die klassisch philosophischen Werte. Das Verharren in religiöser Starre wird den klassischen Werten unserer abendländisch fortschrittlichen Kultur nicht gerecht. Die guten und schützenswerten Aspekte unseres Wertekanons erhalten dann immer den bitteren Beigeschmack des religiösen Dogmas, welches die individuelle und innere Freiheit unterläuft, die ja zu einem der höchsten der abendländischen Werte gehört. Dies macht eine offensive Verteidigung unserer alten Werte nahezu unmöglich, da sie, statt als bereichernd, als einschränkend wahrgenommen werden. Das Fehlen eines einheitlichen Wertekanons allerdings, macht unsere Gesellschaft schwach.
Es ist kein Kampf der Kulturen, der uns derzeitig umtreibt, sondern vielmehr der Untergang unserer Kultur. Eine Einigung auf gemeinsame Werte scheint bei der Dividierung unserer Gesellschaft, die ja aus dem politischen Opportunismus heraus durchaus als nützlich erschien, kaum möglich. Dabei ist es wichtig, um die Freiheit, sowohl die persönliche, wie auch als menschlichen Wert allgemein, zu verteidigen, sich auf einen einheitlichen Wertekanon zu einigen. Nun kommt die Crux des Ganzen - Die Religion wird dies nicht leisten können, da sie sich eher als spalterisch erweist in einer pluralistisch freiheitlichen Gesellschaft, aber zur Verteidigung unserer freiheitlichen Gesellschaft ist es notwendig. Wer kann es also wie leisten?

Donnerstag, 20. März 2008

Weil heute dein Geburtstag ist...

Ich habe gestern wieder einmal Nachrichten geschaut. Der Irakkrieg wird 5 Jahre alt. Ein knuffiges Kindergartenalter.
Es ist immer wieder nett zu beobachten, wie sich die Massenmedien um die Wahrheit und das Ausmaß des kriegerischen Terrors drücken. Dabei wird offenkundig welche Interessen sie damit verfolgen. Auch die Taktik, ein Mindesmaß an Kritik zu üben, um den 'Konsumenten' einzulullen und sein Bedürfnis nach Kriegsschelte zu erfüllen, geht immer wieder massenwirksam auf. Würde die Presse allerdings unparteiisch ihren Bildungsauftrag wahrnehmen, würde eine Welle der Erschütterung, ein wahrer Ruck, durch das Land gehen. Damit hat man allerdings schon schlechte Erfahrungen gemacht, als der große Bündnisbruder das kleine Viet Nam 'befreien' wollte. Wenn auch der trotzige Präsident der USA 'seinen' Feldzug, den er mit göttlicher Hilfe führt, als ethisch einwandfrei und erfolgsgekrönt darstellt, erinnert das mehr und mehr an diese erwähnten Zeiten. Am damaligen Ende läßt sich nichts mehr wirklich schön reden oder schreiben. Aber wie haben die 'Veteranen' immer betont und betonen es noch heute? "Die Schlachten haben wir alle gewonnen!" So macht es der US-Amerikaner - siegreich verlieren. Obwohl ich der Geschichte nicht vorweggreifen möchte, denn für ein Fazit des Krieges im Irak ist es noch zu früh. Aber wenn es mit aller Härte, eines Tages, dem wahrhaft gottesfürchtigen US-Bürger um die Ohren fliegen wird... Dann will ich hoffen, daß der Satz zutrifft: "The land of the brave..."

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/27/27181/1.html

http://sozial-gangbang.blogspot.com/2008/03/5-jahre-krieg-im-irak-1-million-tote.html

http://www.mein-parteibuch.com/blog/2008/03/19/5-jahre-krieg-gegen-den-irak/

http://www.bildungsserver.de/zeigen.html?seite=1516

Samstag, 17. November 2007

Nahrung: Segen oder Gift? - Aspartam

Wer kennt es nicht? Dieses eigenartige Gefühl, welches einen beschleicht, liest man sich mal die Zusammensetzung dessen durch, was wir dann und wann, oder auch öfter mal gern, als Nahrung bezeichnen. Das liest sich ganz und gar nicht so, als sollten wir es mit Genuß verzehren, sondern eher wie die Zusammensetzung eines Chemiebaukastens.

Da gibt es viele, viele abentuerliche Geschichten. Und eine davon möchte ich nun erzählen:

Der kalorienbewußte Mensch verzichtet ja bekanntlich auf so manchen Genuß, vor allem wenn dieser süß ist. Will er aber auf den Genuß verzichten? Das muß er gar nicht! Denn unsere Nahrungsmittelindustrie bietet ihm vielfache Möglichkeiten den vollen Genuß, bei reduzierter Kalorienzahl zu erhalten. Klingt eigenartig? Schauen wir einmal...

Eines der "Wundermittel" ist Aspartam, auch bekannt als NutraSweetä, Canderelä oder E 951. Entwickelt wurde der Stoff durch reinen Zufall, denn ein Chemiker namens James M. Schlatter suchte 1965 nach einem Mittel gegen Geschwüre (im Ernst!) für das phamazeutische Unternehmen G.D. Searle & Company. Nun viele Entdeckungen waren eigentlich anders angedacht als vermarktet, nehmen wir beispielsweise Botox oder Cola ...

Das pharmazeutische Unternehmen G.D. Searle & Company gehört heute zum Monsanto Konzern. Der Monsanto Konzern, mit Hauptsitz in St. Louis/ Missouri, ist bekannt als Hersteller von Chemieprodukten, vor allem Pflanzenschutzmitteln, und gentechnisch verändertem Saatgut. Ebenfalls erlangte dieser Konzern Bekanntheit durch diverse gerichtliche Auseinandersetzungen. Da gab es unter Anderem zweifelhafte Studien, zurückgehaltene Studienergenbnisse und dergleichen über Art und Wirkungsweise von Monsanto-Entwicklungen. Außerdem soll es Eingriffe in Politik und Gesellschaft gegeben haben. (Na sowas aber auch... Das gibts doch nicht, oder?)

Ebenso abenteuerlich klingt die Geschichte von Aspertam als Zusatzstoff in Nahrungsmitteln:
Die für die Zulassung von Lebensmittelzusatzstoffen verantwortliche amerikanische Behörde Food and Drug Administration (FDA) lehnte eine Zulassung von Aspartam deshalb mehrere Jahre lang ab, weil Untersuchungen keine eindeutigen Ergebnisse hervorbrachten, ob es bei Ratten, einer Versuchsgruppe, krebsfördernd wirkte. Die Frage nach der Förderung von Hirnkrebs beschäftigte eine Untersuchungskommission der FDA, aus unabhängigen Beratern, im Jahre 1980. Eine Zulassung wurde, aufgrund der immernoch offenen Fragen der allgemeinen krebsfördernden Eigenschaften wiederum abgelehnt. (Die passen halt auf, so einfach geht das ja nun nicht! Oder? Hm... Mal schauen!)

Der frisch vereidigte Präsident Ronald Reagan ernannte 1981 Arthur Hull Hayes zum Vorsitzenden der FDA, der noch im selben Jahr die Zulassung von Aspartam in Trockenprodukten veranlasste, wobei er sich auf eine japanische Studie berief. Seit 1996 unterliegt es in den USA keinerlei Verwendungsbeschränkungen mehr, als Zusatzstoff für Nahrungsmittel. (Hoppla! Zu früh gefreut, spät gereut?)

Die empfohlene Tagesdosis beträgt allerdings in der EU 40 mg pro kg Körpergewicht und Tag. In Deutschland müssen seit 1997 aspartamhaltige Lebensmittel mit dem Hinweis "enthält eine Phenylalaninquelle“ versehen werden. Also doch nicht ganz so "unbedenklich"? Aber der vielsagende Hinweis hilft immerhin ein Gesundheitsrisiko zu erkennen, damit man später nicht mit seinen "selbstverschuldeten" Krankheiten dreisterweise die "Versichertengemeinschaft" belastet... So ein Krankenkassenapperat will schließlich auch leben!
Bei der Verdauung von Aspartam entsteht beispielsweise Methanol, ein Körpergift, genau wie dessen Abbauprodukte. Außerdem darf Aspartam von Menschen mit der verhältnismäßig häufigen angeborenen Stoffwechselerkrankung Phenylketonurie nicht eingenommen werden, also von etwa 0,15 Promille der Bevölkerung.

Es existieren viele wissenschaftliche Quellen, die Gesundheitsgefahren von Aspartam aufzeigen oder widerlegen. Ein Faktum ist, dass im Wissenschaftsbetrieb allgemein viele Studien von der Industrie, (ko-)finanziert werden und daher möglicherweise (bin ich ein Spassvogel?) von verschiedenen ökonomischen Interessen beeinflusst sind. Zu deutsch: Die Firmen oder Lobbies, die solche Studien bezahlen, könnten, unter Umständen, eventuell, ganz klitzekleine Eigeninterssen haben.

Das ist eine der Anekdoten, derer es viele gibt... Also stürzen wir uns in das Abenteuer, welches man Nahrungsaufnahme nennt, mag sein dass es nur die Besten schaffen... Die Besten oder die Schaben. Viel Glück und guten Appetit!